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Mindestlohn 2026: Stundenlohn, Monatsgehalt und Jahresbrutto im Vergleich

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab 1. Januar 2026 brutto 13,90 Euro pro Stunde, was bei einer 40-Stunden-Woche einem Jahresbrutto von rund 28.832 Euro und einem Monatsbrutto von etwa 2.403 Euro entspricht.

Mindestlohn 2026: Stundenlohn, Monatsgehalt und Jahresbrutto im Überblick

Mit der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro brutto pro Stunde stellt sich für viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Frage: Was bedeutet das konkret für das monatliche oder jährliche Einkommen? Auf dieser Seite zeigen wir Ihnen, wie Sie den Stundenlohn in Monats- und Jahresgehälter umrechnen, ordnen die Werte im Vergleich zu Vorjahren und zum Median ein und geben Hinweise zur Netto-Einordnung.

Die aktuellen Mindestlohn-Stufen im Überblick

Die Mindestlohnkommission hat eine stufenweise Erhöhung beschlossen, die vom BMAS umgesetzt wurde:

  • 2025: 12,82 €/Std. → ca. 26.666 €/Jahr (40 Std./Woche)
  • 2026 (ab 1.1.): 13,90 €/Std. → ca. 28.832 €/Jahr (40 Std./Woche)
  • 2027 (ab 1.1.): 14,60 €/Std. → ca. 30.368 €/Jahr (40 Std./Woche)

Diese Werte sind Bruttoangaben. Die genauen Jahresbeträge können je nach Berechnungsmethode (z. B. 52 Wochen vs. 12 × 4,33 Wochen) minimal schwanken. Wir stützen uns auf die offiziellen Angaben der Mindestlohnkommission.

Stundenlohn in Monats- und Jahresgehalt umrechnen

Die Umrechnung ist einfach, wenn Sie die wöchentliche Arbeitszeit kennen. Für Vollzeit (40 Stunden pro Woche) gilt:

  • Jahresbrutto = Stundenlohn × 40 × 52
  • Monatsbrutto = Jahresbrutto ÷ 12

Beispiel Mindestlohn 2026: 13,90 € × 40 × 52 = 28.912 €/Jahr (die offizielle BMAS-Berechnung ergibt 28.832 €, da mit einer anderen Wochenanzahl gerechnet wird). Monatsbrutto: 28.832 € ÷ 12 ≈ 2.402,67 €.

Bei Teilzeit entsprechend weniger: Wer 20 Stunden pro Woche arbeitet, erhält die Hälfte: ca. 14.416 €/Jahr bzw. 1.201 €/Monat.

Unser Stundenlohn Umrechnen-Rechner hilft Ihnen, jeden beliebigen Stundenlohn schnell in Monats- und Jahreswerte umzuwandeln.

Brutto vs. Netto: Was bleibt vom Mindestlohn 2026 übrig?

Das Nettoeinkommen hängt von vielen persönlichen Faktoren ab: Steuerklasse, Kinderfreibeträge, Kirchensteuer, Krankenversicherung und weiteren Abzügen. Eine pauschale Netto-Angabe ist daher nicht seriös. Als grobe Faustregel für einen ledigen Arbeitnehmer ohne Kinder in Steuerklasse I können Sie mit einem Nettobetrag von etwa 65–70 % des Bruttos rechnen. Für eine genaue Berechnung empfehlen wir einen Brutto-Netto-Rechner.

Beachten Sie: Überstunden, Schichtzulagen oder Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld sind im Mindestlohn nicht enthalten. Diese werden separat vergütet oder sind tarifvertraglich geregelt.

Vergleich mit dem Median-Gehalt

Der Mindestlohn 2026 liegt mit rund 28.800 €/Jahr deutlich unter dem Median-Bruttoverdienst für Vollzeitbeschäftigte in Deutschland, der laut Statistischem Bundesamt bei etwa 45.000 €/Jahr liegt. Der Mindestlohn ist eine gesetzliche Untergrenze, die vor allem Beschäftigte in einfachen Tätigkeiten, im Gastgewerbe, in der Landwirtschaft oder im Reinigungsgewerbe schützt. Viele Branchen zahlen tariflich deutlich höhere Löhne.

Weitere Informationen zu Gehaltsvergleichen und Durchschnittsverdiensten finden Sie in unserem Ratgeber sowie auf der Seite Gehaltsdaten.

Fazit: Angebote vergleichen – Stundenlohn vs. Monatsgehalt

Wenn Sie ein Jobangebot erhalten, achten Sie darauf, ob der Stundenlohn oder ein monatliches Festgehalt genannt wird. Ein hoher Stundenlohn bei wenigen Stunden kann im Monat weniger ergeben als ein niedrigerer Stundenlohn bei Vollzeit. Nutzen Sie die Umrechnungsformel, um beide Angaben fair zu vergleichen. Der Mindestlohn 2026 von 13,90 €/Std. ist der gesetzliche Mindestbetrag – jeder Arbeitgeber muss mindestens diesen Satz zahlen. Prüfen Sie Ihren Arbeitsvertrag und lassen Sie sich bei Unklarheiten beraten.

Quellenhinweis

Die genannten Zahlen basieren auf den offiziellen Beschlüssen der Mindestlohnkommission und Angaben des BMAS. Die Median-Gehaltsangabe stammt vom Statistischen Bundesamt (Destatis).

Häufige Fragen

Wie rechne ich den Mindestlohn 2026 von Stundenlohn in Monatsgehalt um?

Nehmen Sie den Stundenlohn (13,90 €) und multiplizieren Sie ihn mit den wöchentlichen Arbeitsstunden (z. B. 40) und dann mit 52 (Wochen pro Jahr). Teilen Sie das Ergebnis durch 12, um das Monatsbrutto zu erhalten. Beispiel: 13,90 € × 40 × 52 = 28.912 €/Jahr, geteilt durch 12 = 2.409 €/Monat (gerundet). Die offizielle BMAS-Berechnung kommt auf 28.832 €/Jahr, da sie mit einer etwas anderen Wochenanzahl rechnet.

Wie viel Netto bleibt vom Mindestlohn 2026 übrig?

Das Nettoeinkommen lässt sich pauschal nicht beziffern, da es von Ihrer Steuerklasse, Kinderfreibeträgen, Kirchensteuer und Krankenkasse abhängt. Als grobe Orientierung: Bei Steuerklasse I, ohne Kinder und ohne Kirchensteuer, liegt der Nettobetrag bei etwa 65–70 % des Bruttos. Für eine genaue Berechnung nutzen Sie einen Brutto-Netto-Rechner.

Liegt der Mindestlohn 2026 über dem Durchschnittsgehalt?

Nein. Der Mindestlohn 2026 (13,90 €/Std.) entspricht bei Vollzeit etwa 28.800 €/Jahr. Der Median-Bruttoverdienst für Vollzeitbeschäftigte in Deutschland liegt laut Destatis bei rund 45.000 €/Jahr – also deutlich höher. Der Mindestlohn ist eine gesetzliche Untergrenze, die vor allem Geringverdiener schützt.

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