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Mindestlohn für Schüler: Was gilt und wie rechnet man Stundenlohn um?

Der gesetzliche Mindestlohn gilt für viele Schüler nicht, aber wer Anspruch hat, erhält ab 2025 mindestens 12,82 Euro pro Stunde.

Mindestlohn für Schüler: Was gilt?

Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland beträgt ab 2025 12,82 Euro pro Stunde. Viele Schüler fragen sich, ob auch sie Anspruch auf diesen Lohn haben. Die Antwort ist nicht ganz einfach: Grundsätzlich gilt der Mindestlohn für alle Arbeitnehmer, jedoch sind Jugendliche unter 18 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung ausgenommen (Quelle: BMAS). Das bedeutet: Wenn Sie als Schüler unter 18 sind und noch keine Ausbildung abgeschlossen haben, darf Ihr Arbeitgeber Ihnen theoretisch weniger als den Mindestlohn zahlen. Allerdings gibt es in vielen Branchen Tarifverträge, die auch für Schüler faire Löhne vorsehen. Für Schüler über 18 oder mit abgeschlossener Ausbildung gilt der Mindestlohn in der Regel – es sei denn, es handelt sich um ein Praktikum, das unter bestimmte Ausnahmen fällt.

Die Mindestlohnkommission hat bereits die nächsten Erhöhungen beschlossen: Ab 2026 steigt der Mindestlohn auf 13,90 Euro, ab 2027 auf 14,60 Euro. Diese Werte sind auch für die Umrechnung in Monats- oder Jahresgehälter relevant.

Stundenlohn in Monats- und Jahresgehalt umrechnen

Um Ihren Stundenlohn als Schüler in ein Monats- oder Jahresgehalt umzurechnen, verwenden Sie die folgende Faustformel:

  • Jahresgehalt (brutto) = Stundenlohn × wöchentliche Arbeitsstunden × 52
  • Monatsgehalt (brutto) = Jahresgehalt ÷ 12

Beispiel: Sie arbeiten 15 Stunden pro Woche und erhalten 12,82 Euro pro Stunde. Dann beträgt Ihr Jahresbrutto: 12,82 × 15 × 52 = 9.999,60 Euro. Das Monatsbrutto liegt bei etwa 833 Euro (9.999,60 ÷ 12).

Diese Umrechnung ist eine Brutto-Berechnung. Das tatsächliche Netto hängt von Steuerklasse, Kirchensteuer, Kinderfreibeträgen und Sozialversicherungsbeiträgen ab. Bei einem Minijob (Verdienst bis 520 Euro monatlich) zahlen Sie in der Regel keine Lohnsteuer und keine Sozialabgaben – der Arbeitgeber führt pauschale Abgaben ab. Verdienen Sie mehr, fallen Abgaben an.

Wenn Sie Ihren genauen Stundenlohn in verschiedene Zeiträume umrechnen möchten, nutzen Sie unseren Stundenlohn Umrechnen Rechner. Dort können Sie auch mit verschiedenen Wochenstunden experimentieren.

Brutto und Netto bei Schülerjobs

Besonders wichtig für Schüler: Der Unterschied zwischen Brutto und Netto. Brutto ist der Lohn, den Sie mit Ihrem Arbeitgeber vereinbaren. Netto ist das, was nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben auf Ihrem Konto landet. Bei Minijobs bis 520 Euro monatlich bleibt der Bruttolohn in der Regel netto gleich, weil der Arbeitgeber die Abgaben pauschal trägt. Überschreiten Sie diese Grenze, werden Sie sozialversicherungspflichtig und müssen Lohnsteuer zahlen – es sei denn, Sie haben einen Freibetrag beantragt.

Ein weiterer Punkt: Überstunden und Zuschläge (z. B. für Nachtarbeit, Sonntagsarbeit) erhöhen Ihren effektiven Stundenlohn. Diese sind nicht im Mindestlohn enthalten, können aber vertraglich vereinbart sein. Prüfen Sie Ihren Arbeitsvertrag genau.

Tipps zur Gehaltsverhandlung für Schüler

Auch wenn der Mindestlohn für viele Schüler nicht verpflichtend ist, sollten Sie sich nicht unter Wert verkaufen. Informieren Sie sich über branchenübliche Löhne – zum Beispiel im Einzelhandel oder in der Gastronomie. Viele Tarifverträge sehen auch für Aushilfen und Schüler höhere Sätze vor. Scheuen Sie sich nicht, nach einer fairen Bezahlung zu fragen. Ein guter Anhaltspunkt ist der aktuelle Mindestlohn, auch wenn er für Sie nicht gilt: Er zeigt, was die Gesellschaft als unterste Grenze ansieht.

Weitere Informationen und Rechenhilfen finden Sie in unserem Ratgeber zum Thema Stundenlohn und Gehalt.

Fazit

Der Mindestlohn für Schüler ist ein komplexes Thema. Ob Sie Anspruch haben, hängt von Ihrem Alter, Ihrem Ausbildungsstatus und der Art der Tätigkeit ab. Die Umrechnung von Stundenlohn in Monats- oder Jahresgehalt ist mit der Faustformel einfach möglich. Denken Sie immer daran: Es handelt sich um Bruttowerte. Für eine realistische Netto-Einschätzung nutzen Sie einen Brutto-Netto-Rechner oder lassen Sie sich von Ihrem Arbeitgeber beraten. Bleiben Sie informiert über die aktuellen Mindestlohn-Entwicklungen – die nächsten Erhöhungen sind bereits beschlossen.

Häufige Fragen

Gilt der Mindestlohn auch für Schüler?

Der gesetzliche Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmer, aber Jugendliche unter 18 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung sind ausgenommen. Schüler über 18 oder mit abgeschlossener Ausbildung haben in der Regel Anspruch auf den Mindestlohn, sofern keine anderen Ausnahmen (z. B. bestimmte Praktika) greifen. Es lohnt sich, den eigenen Arbeitsvertrag zu prüfen und bei Unsicherheit die zuständige Gewerkschaft oder das BMAS zu konsultieren.

Wie rechne ich meinen Stundenlohn als Schüler in Monatsgehalt um?

Die Faustformel lautet: Monatsgehalt (brutto) = Stundenlohn × wöchentliche Arbeitsstunden × 52 Wochen ÷ 12 Monate. Beispiel: Bei 12,82 Euro Stundenlohn und 15 Wochenstunden ergibt sich 12,82 × 15 × 52 / 12 ≈ 833 Euro brutto pro Monat. Denken Sie daran, dass es sich um eine Brutto-Berechnung handelt; das Netto kann durch Steuern und Abgaben niedriger ausfallen.

Was ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto bei Schülerjobs?

Brutto ist der Lohn vor Abzügen, Netto das, was auf Ihrem Konto ankommt. Bei Minijobs (bis 520 Euro monatlich) zahlen Arbeitgeber pauschale Abgaben, sodass für Sie in der Regel keine Lohnsteuer und Sozialabgaben anfallen. Bei höheren Verdiensten oder wenn Sie mehrere Jobs haben, können Steuern und Sozialversicherungsbeiträge anfallen. Nutzen Sie einen Brutto-Netto-Rechner für eine grobe Einschätzung.

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