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Mini Job Lohn: Stundenlohn in Monats- und Jahresgehalt umrechnen
Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab 1. Januar 2026 13,90 Euro brutto pro Stunde. Für einen Mini Job mit 10 Wochenstunden ergibt sich ein monatliches Bruttogehalt von etwa 603 Euro.
Mini Job Lohn richtig verstehen und umrechnen
Ob Sie einen Mini Job ausüben oder als Arbeitgeber planen: Der Mini Job Lohn unterliegt dem gesetzlichen Mindestlohn und lässt sich einfach in Monats- oder Jahresgehalt umrechnen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie die Umrechnung funktioniert, welche aktuellen Mindestlöhne gelten und was Sie zu Brutto und Netto wissen sollten.
Aktueller Mindestlohn für Mini Jobs
Seit dem 1. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 13,90 Euro brutto pro Stunde – auch für geringfügig Beschäftigte (Mini-Jobber). Das hat das BMAS bestätigt. Die Mindestlohnkommission hat bereits die nächste Erhöhung auf 14,60 Euro zum 1. Januar 2027 beschlossen. Diese Werte gelten für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland, unabhängig vom Umfang der Tätigkeit.
Stundenlohn in Monats- und Jahresgehalt umrechnen
Die Umrechnung ist einfach:
- Jahresbrutto = Stundenlohn × Wochenstunden × 52
- Monatsbrutto = Jahresbrutto ÷ 12
Beispiel für einen Mini Job mit 10 Wochenstunden bei Mindestlohn:
- 13,90 € × 10 × 52 = 7.228 € brutto pro Jahr
- 7.228 € ÷ 12 = rund 602,33 € brutto pro Monat
Bei 20 Wochenstunden verdoppeln sich die Werte entsprechend. Diese Formel liefert ein verstetigtes Monatsgehalt, das jeden Monat gleich hoch ist – ohne Überstunden oder Zuschläge.
Nutzen Sie dazu auch unseren Stundenlohn Umrechnen-Rechner oder lesen Sie weitere Tipps im Ratgeber.
Brutto und grobe Netto-Einordnung
Der Mini Job Lohn wird brutto vereinbart. Was netto ankommt, hängt von mehreren Faktoren ab:
- Steuerklasse: Mini-Jobs werden pauschal vom Arbeitgeber versteuert (2 % Lohnsteuer pauschal). Sie müssen in der Regel keine Steuererklärung abgeben, es sei denn, Sie haben weitere Einkünfte.
- Sozialversicherung: Als Mini-Jobber sind Sie in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung beitragsfrei. In der Rentenversicherung zahlen Sie einen reduzierten Beitrag (derzeit 3,6 % des Bruttolohns, Stand 2026 – bitte aktuelle Werte beim BMAS prüfen). Der Arbeitgeber übernimmt die pauschalen Abgaben.
- Zuschläge und Überstunden: Schicht-, Sonntags- oder Feiertagszuschläge sind grundsätzlich auf den Mindestlohn anrechenbar, sofern sie eine Gegenleistung für die Arbeitsleistung darstellen. Nachtarbeitszuschläge sind dagegen nicht anrechenbar (BMAS).
Eine genaue Netto-Berechnung ist ohne individuelle Daten nicht möglich. Für eine erste Orientierung: Bei einem Mini Job mit Mindestlohn und 10 Wochenstunden bleibt Ihnen netto meist der volle Bruttobetrag abzüglich des Rentenversicherungsbeitrags (ca. 21,70 €) – also rund 580 € netto.
Besonderheiten beim Mini Job Lohn
- Grenzbetrag: Mini Jobs sind bis zu einer bestimmten monatlichen Verdienstgrenze steuer- und sozialversicherungsfrei (für den Arbeitnehmer). Die genaue Grenze (2026: 538 €? – bitte aktuelle amtliche Angaben prüfen) wird regelmäßig angepasst. Liegt Ihr Mini Job Lohn über dieser Grenze, kann die Beschäftigung als Midijob gelten.
- Dokumentation: Arbeitgeber müssen die Arbeitszeit von Mini-Jobbern aufzeichnen – Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit (BMAS).
- Praktika: Auch Praktikanten haben Anspruch auf den Mindestlohn, es sei denn, es handelt sich um ein Pflichtpraktikum oder ein kurzes Orientierungspraktikum (BMAS).
Fazit
Der Mini Job Lohn ist an den gesetzlichen Mindestlohn gebunden. Mit der einfachen Formel Stundenlohn × Wochenstunden × 52 / 12 können Sie Ihr monatliches Brutto schnell selbst berechnen. Denken Sie daran, dass Netto-Angaben nur grobe Richtwerte sind – für eine verbindliche Auskunft wenden Sie sich an die zuständige Stelle oder Ihren Steuerberater. Weitere Informationen finden Sie auf unseren Seiten zu Gehaltsdaten und Themen.
Häufige Fragen
Was ist der aktuelle Mindestlohn für Mini Jobs?
Seit 1. Januar 2026 gilt ein gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 Euro brutto pro Stunde – auch für Mini-Jobs. Zum 1. Januar 2027 steigt er auf 14,60 Euro. Diese Werte gelten für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland, unabhängig vom Beschäftigungsumfang (BMAS, Mindestlohnkommission).
Wie rechne ich den Stundenlohn eines Mini Jobs in ein Monatsgehalt um?
Multiplizieren Sie Ihren Stundenlohn mit den vereinbarten Wochenstunden und dann mit 52 (Wochen pro Jahr). Teilen Sie das Ergebnis durch 12, um das monatliche Bruttogehalt zu erhalten. Beispiel: 13,90 € × 10 Std./Woche × 52 / 12 = etwa 603 € brutto pro Monat. Diese Formel gilt für verstetigte Monatsgehälter ohne Überstunden.
Welche Abzüge fallen bei einem Mini Job an?
Bei einem Mini Job (geringfügige Beschäftigung) zahlt der Arbeitgeber pauschale Abgaben zur Sozialversicherung. Der Arbeitnehmer ist in der Regel beitragsfrei in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung, zahlt aber einen reduzierten Rentenversicherungsbeitrag (derzeit 3,6 % des Bruttolohns, Stand 2026 – bitte aktuelle Werte prüfen). Lohnsteuer wird pauschal vom Arbeitgeber abgeführt, sodass Sie netto meist den vollen Bruttolohn erhalten. Eine individuelle Steuerklasse kann jedoch zu Nachzahlungen führen.
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