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Mindestlohn im Monat: So rechnen Sie Stundenlohn in Monatsgehalt um

Ab 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 13,90 Euro pro Stunde, was bei 40 Wochenstunden einem Bruttomonatsgehalt von etwa 2.403 Euro entspricht.

Mindestlohn im Monat: So gelingt die Umrechnung

Viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber stehen vor der Frage: Wie viel verdiene ich eigentlich im Monat, wenn mein Stundenlohn dem gesetzlichen Mindestlohn entspricht? Die Antwort ist nicht immer direkt ersichtlich, da der Mindestlohn im Monat von der wöchentlichen Arbeitszeit abhängt. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie den Stundenlohn korrekt in ein Monats- oder Jahresgehalt umrechnen und welche Brutto- und Netto-Aspekte Sie beachten sollten.

Die gesetzliche Entwicklung des Mindestlohns

Der gesetzliche Mindestlohn wird regelmäßig von der Mindestlohnkommission überprüft und angepasst. Zum 1. Januar 2025 beträgt er 12,82 Euro pro Stunde. Zum 1. Januar 2026 steigt er auf 13,90 Euro pro Stunde, und für 2027 ist eine weitere Erhöhung auf 14,60 Euro pro Stunde beschlossen (laut BMAS). Diese Anhebungen wirken sich direkt auf den Mindestlohn im Monat aus.

Umrechnung von Stundenlohn in Monats- und Jahresgehalt

Die Standardformel für die Umrechnung lautet:

  • Jahresbruttogehalt = Stundenlohn × wöchentliche Arbeitsstunden × 52 Wochen
  • Monatsbruttogehalt = Jahresbruttogehalt ÷ 12

Gehen wir von einer typischen Vollzeitstelle mit 40 Wochenstunden aus. Dann ergeben sich folgende Werte:

Jahr Stundenlohn Bruttojahresgehalt (40 Std./Woche) Bruttomonatsgehalt (gerundet)
2025 12,82 € 26.665,60 € 2.222 €
2026 13,90 € 28.832,00 € 2.403 €
2027 14,60 € 30.368,00 € 2.531 €

Diese Zahlen sind Bruttowerte. Das tatsächliche Netto-Einkommen hängt von Ihrer Steuerklasse, Kinderfreibeträgen, Kirchensteuer und den Sozialversicherungsbeiträgen ab. Eine grobe Netto-Einordnung: Bei Steuerklasse I ohne Kinder bleibt netto etwa 60–70 % des Bruttos übrig – das ist jedoch nur ein Richtwert.

Was bedeuten Überstunden und Zuschläge?

Die Umrechnung gilt für die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit ohne Zuschläge. Wenn Sie regelmäßig Überstunden leisten oder Schicht-, Nacht- oder Feiertagszuschläge erhalten, steigt Ihr effektiver Stundenlohn. Diese Zuschläge sind oft steuer- und sozialversicherungsfrei bis zu bestimmten Grenzen. Für den Mindestlohn im Monat sind solche Zulagen jedoch nicht im gesetzlichen Mindestlohn enthalten – der Arbeitgeber muss mindestens den Grundlohn zahlen.

Brutto vs. Netto: Worauf Sie achten sollten

Der gesetzliche Mindestlohn ist ein Bruttostundenlohn. Das bedeutet, dass von diesem Betrag noch Abzüge für die Einkommensteuer und die Sozialversicherung (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung) abgehen. Ihr Nettolohn kann daher deutlich niedriger sein als das berechnete Bruttomonatsgehalt. Nutzen Sie unseren Rechner, um eine individuelle Netto-Schätzung zu erhalten. Weitere Informationen zu Gehaltsvergleichen finden Sie in unserem Ratgeber.

Warum der Vergleich von Stundenlohn und Monatsgehalt wichtig ist

Bei Stellenangeboten wird oft entweder der Stundenlohn oder das Monatsgehalt genannt. Um Angebote fair vergleichen zu können, sollten Sie beide Angaben umrechnen. Ein hoher Stundenlohn bei wenigen Wochenstunden kann im Monat weniger ergeben als ein niedrigerer Stundenlohn bei Vollzeit. Achten Sie auch auf Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld, die in der Regel nicht im Stundenlohn enthalten sind. Der Mindestlohn im Monat ist daher nur eine erste Orientierung.

Fazit

Die Umrechnung von Stundenlohn in Monatsgehalt ist mit der einfachen Formel schnell erledigt. Denken Sie daran, dass es sich um Bruttowerte handelt und Ihr tatsächliches Nettoeinkommen von vielen persönlichen Faktoren abhängt. Die aktuellen Mindestlohnanpassungen sorgen für steigende Monatsgehälter – 2026 liegt der Mindestlohn im Monat bei rund 2.403 Euro brutto (40 Std./Woche). Vergleichen Sie immer die genauen Vertragsbedingungen und ziehen Sie bei Unsicherheit die offiziellen Angaben von BMAS oder der Mindestlohnkommission heran.

Weitere hilfreiche Artikel finden Sie auf unserer Seite Stundenlohn Umrechnen und in den Gehaltsdaten.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Mindestlohn im Monat 2025?

Bei 40 Wochenstunden ergibt der Mindestlohn von 12,82 Euro pro Stunde ein Bruttomonatsgehalt von etwa 2.222 Euro (12,82 × 40 × 52 / 12). Das Netto fällt je nach Steuerklasse und Abgaben niedriger aus.

Wie rechnet man Stundenlohn in Monatsgehalt um?

Multiplizieren Sie den Stundenlohn mit den vereinbarten Wochenstunden und dann mit 52 (Wochen pro Jahr). Teilen Sie das Ergebnis durch 12, um das Bruttomonatsgehalt zu erhalten. Beispiel: 13,90 € × 40 × 52 / 12 = 2.403 € brutto im Monat.

Ist der Mindestlohn brutto oder netto?

Der gesetzliche Mindestlohn ist ein Bruttostundenlohn. Von diesem Betrag werden noch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abgezogen. Das tatsächliche Netto hängt von Ihrer persönlichen Steuerklasse, Kinderfreibeträgen und weiteren Faktoren ab.

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